WENN WIR DAS GEWUSST HÄTTEN ...

... war einer der folgenschwersten Sätze im Leben vieler Eltern, die ein behindertes Kind haben, das durch ein schlechtes Geburtsmanagement oder Fehler unter der Geburt zu Schaden gekommen ist.

Warum  unsere  Kinder  behindert  zur  Welt kommen,  hat viele Gründe. Oft sind es Gründe, für die kein Mensch verantwortlich gemacht werden kann. Aus unserer Vereinsarbeit wissen wir aber, dass  mindestens  eins  von  sieben  behinderten  Kindern  durch eine  mangelhafte  Sorgfalt in der Klinik, des Personals oder der Geburtshelfer geschädigt wird und lebenslang mit einer in Art und Umfang oft unterschiedlichen Behinderung leben muss.

Eltern geschädigter Kinder wissen häufig nicht, dass beispielsweise Sauerstoffmangel und/oder Hirnblutungen die cerebralen Schädigungen und somit die Behinderung ihres Kindes verursacht haben könnten.

 
Die häufigsten Fragen zur Geburt (Neuauflage)
Erstausgabe von Fritz Holzbach, stv. Bundesvorsitzender der BIG e.V.
neu überarbeitet und aktualisiert von Hebamme Frau Sonja Senking, Ülzen
LEXIKON der Fremdwörter

 

Vorwort


Die Zeiten, da Frauen gottergeben guter Hoffnung waren, sind vorbei. Schwangere und ihre Partner wollen heute bewußt und interessiert an der Entwicklung ihres Kindes teilnehmen, den Schwangerschaftsverlauf aktiv mitbestimmen!

Das ist unser Zukunftsglaube, an dem wir arbeiten!

Die BIG e.V. ist von Eltern gegründet worden, die ein gemeinsames Schicksal verbindet:
wir haben ein Kind, das behindert zur Welt gekommen ist, weil etwas falsch gemacht wurde.

Aus unserer Erfahrung heraus entstand eine Dokumentation, eine Sammlung von immer wiederkehrenden Fehlerquellen und exemplarischen Schädigungsmechanismen. 
Immer war der erste bewegende Satz der Eltern, die sich von uns beraten ließen:

Wenn wir das gewußt hätten!

Glücklicherweise verläuft die Mehrzahl der Geburten normal. Jedoch wären Tausende von Behinderungen vermeidbar und keineswegs schicksalhaft. Bei Risikoschwangerschaften muß alles getan werden, damit dieses Risiko, sei es durch Frühgeburt oder sonstige Komplikationen verhindert, zumindest minimiert wird. Grundvoraussetzung für die Wahl der Klinik ist:
Rund um die Uhr steht fachlich qualifiziertes Personal bereit, das organisatorisch eine Akutsituation kompetent beherrschen kann.
In vielen Kliniken wird eine Schwangerschaft in die Nähe einer Krankheit gerückt und die Schwangere, auf dem Rücken liegend, zur Statistin degradiert. Wünsche, Einwände und Forderungen der Gebärenden bleiben meist ungehört.

 


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